Die Wahl der Teppichfarbe

Die Auswahl einer Teppichfarbe für Ihr Zuhause muss keine schwierige Wissenschaft sein, aber es kann trotzdem leicht passieren, dass man sich vergreift. Hier finden Sie ein paar Tipps, damit nach dem Kauf Ihres neuen Teppichs nicht plötzlich ein paar Farben zu viel in Ihrem Wohnzimmer miteinander streiten oder Räume zu dunkel wirken.

Wenn Sie sich Teppichmuster im Laden ansehen, gilt eine Regel, die auch auf Wandfarben zutrifft. Auf kleiner Fläche wirken Farben immer heller und weniger grell, sprich: Wird eine Farbe auf mehreren Quadratmetern Fläche aufgetragen, wirkt sie auf einmal viel mächtiger, kräftiger und vor allem dunkler. Geben Sie daher Acht mit dunkleren Teppichfarben, falls Ihr Wohnzimmer nicht gerade ein von allen Seiten beleuchtetes Loft ist. Am besten lassen Sie sich die Probestücke mit nach Hause geben, um Sie vor Ort zu testen. Dann können Sie auch sehen, wie die jeweilige Farbnuance mit Ihrem Sofa harmoniert. Ein Rot, das im Licht des Ladens warm wirkte, mag hier vielleicht beißend sein. Nehmen Sie sich auf jeden Fall die Zeit, Ihre Farbwahl bei Tageslicht zu betrachten.

Generell gilt natürlich: Über persönlichen Geschmack lässt sich nicht streiten. Es gibt aber ein paar grobe Designkriterien, die es jedem leichter machen, Ästhetik nach dem jeweilig eigenen Geschmack zu kreieren.

Bei der Kombination von Farben und Materialien ist es leichter, mit Kontrasten zu arbeiten als Ton in Ton. Beides ist möglich. Wenn aber Kontraste gesetzt werden, ist es einfacher, Farbakzente zu setzen. Angenommen Ihr Wohn- oder Schlafzimmer ist zurückhaltend gestaltet mit Naturmaterialien, mit zurückhaltenden Beige- und Brauntönen, mit Holz oder ungefärbtem Kuhfell. In diesem Fall kann ein uni-farbener Teppich in kühlem Türkis passend sein oder ein fröhlich bunt gemusterter Kelim Teppich im orientalischen Stil. Die Frische der Farbe bietet eine gute Ergänzung zu den Naturtönen und die Kühle von bläulichen Farben gibt einen Warm-Kalt-Kontrast zu bräunlichen Naturtönen ab.